1. Einführung in die Pilzzucht

Mit Ihrer eigenen kleinen Pilzzucht können Sie sich ganzjährig mit kostengünstigen, unbelasteten und wertvollen Heil- und Speisepilzen versorgen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Pilze zu züchten.

Es ist heute möglich bestimmte Pilzarten auf verschiedenen Nährmedien zu kultivieren.

Lohnenswert ist nach dem derzeitigen Wissensstand die Zucht von holzbewohnenden und erdbewohnenden Pilzen.

Diese Informationen dienen der Zucht von holzbewohnenden Heil und Speisepilzen.

Der eigentliche Pilz ist das Pilzmyzel, welches sich meist verborgen im Nährmedium, das heißt im Waldboden, Baumstamm oder Substrat ansiedelt.
Das Pilz-Myzel bringt um sich zu vermehren Pilze hervor, die Pilzsporen die Samen des Pilzes an die Umgebung abgeben.
Für die Pilzzucht benötigt man also das Pilzmyzel welches man in möglichst reiner Form als Reinkultur isoliert.
Mit der Reinkultur wird eine so genannte Mutterbrut erzeugt.

Man gibt die Reinkultur auf ein aus Getreidekörnern oder Substratmischungen bestehendes sterilisiertes Nährmedium. Das Pilz-Myzel durchwächst dieses vollständig.
Diese Mutterbrut wird mit einem weiteren Nährmedium, welches aus sterilisierten Getreidekörnern oder Substratmischungen besteht vermischt.
Man erhält durch diese Schritte eine ausreichende Menge an Pilzbrut.
Die Pilzbrut dient nun zum erzeugen von Pilzsubstraten und Pilzkulturen für die Zucht von Speisepilzen.


Für Pilz-Substrate wird die Pilzbrut mit einer auf die jeweilige Pilzart abgestimmten Substratmischung vermischt.
Nach der Besiedlungsphase werden die Pilzkulturen für die Pilzzucht vorbereitet in dem man die klimatischen Pilzzuchtbedingungen ändert und somit das Pilzwachstum fördert.

Pilze selbst züchten