9. Sterilisation von Nährmedien und Pilz-Substraten

Die Sterilisation von Nährmedien und Pilzzucht-Substraten ist für eine erfolgreiche Pilzzucht sehr wichtig.

Zuchtpilze benötigen ein möglichst keimfreies Nährmedium bzw. Pilzsubstrat um dieses ungehindert und schnell besiedeln zu können.

Als Konkurrenz-Organismen bezeichnet man Mikroorganismen die durch Verunreinigungen in das Pilzsubstrat gelangen, das Substrat meist schneller als der Zuchtpilz besiedeln und somit in Konkurrenz zum Zuchtpilz stehen.

Die einfachste Methode in der Pilzzucht ist diese durch Wärmebehandlung abzutöten.

Die Sterilisation des Pilzsubstrates bzw. Nährmediums erfolgt durch Erhitzen unter Dampfdruck. Geeignet ist dafür ein Autoklav oder Sterilisator.

Für die Hobbypilzzucht ist auch schon ein Dampfkochtopf eine günstige Alternative.

Dieser erreicht Temperaturen um die 118 °C, was einen großen Teil der Keime abtötet.

Die Temperatur sollte im Pilzsubstrat bzw. Nährmedium über einen gewissen Zeitraum mindestens 121°C erreichen. Ab dieser Temperatur werden sehr viele Keimarten abgetötet.

Die Kerntemperatur und somit die erforderliche Sterilisationszeit im Nährmedium kann man mit einem Maximum-Thermometer oder Temperatur-Meßstreifen ermitteln.

Besonders bei Pilz-Substraten darf man die Sterilisationszeiten aufgrund der schlechten Wärmeleitfähigkeit der Substratbestandteile nicht unterschätzen.

Die Pilzzucht-Substrate bzw. Nährmedien sollten besonders nach der Sterilisation vor neuer Verunreinigung bzw. Kontamination geschützt werden.

Das erreicht man durch Abfüllen des Pilz-Substrates bzw. der Nährmedien in Mikrofiltertüten oder Mikrofilterflaschen.

Diese sind mit einem Mikrofilter versehen der Keime zurückhält und Gasaustausch ermöglicht, was sehr wichtig ist um ein Platzen der Tüten oder Flaschen während der Sterilisation zu verhindern.

Das Pilzzucht-Substrat sollte in einem möglichst keimfreien Raum abkühlen, da durch das Abkühlen der Luft Keime über den Mikrofilter eingesaugt werden können.

 

Pilze selbst züchten